Yakido

Die Yakido's sind eine kleine Variante des Shamo-Typs. Die Rasse ist noch recht jung und wurde nach Informationen im Dorf Yakido (Taki-gun-Distrikt in der Provinz Mie) östlich von Osaka auf der Hauptinsel Honshu speziell gezüchtet, um die "Underdog"-Rolle im Sparring gegen die viel größeren O-Shamo's zu übernehmen um dadurch den jungen O-Shamo Erfahrung und Vertrauen im Kampf zu geben. Aufgrund eines geringeren Gewichts und der Höhe war der Yakido immer der Verlierer. Die Yakido's sind außerhalb Japans nicht sehr weit verbreitet. In den 80er Jahren kamen die ersten Importe nach Belgien. Nachkommen davon später nach Deutschland. Seit 2007 sind Yakido's auch in Deutschland anerkannt.

Es handelt sich um eine kleine shamoartige Kämpferrasse mit stark aufgerichteter Haltung, ziemlich langem Hals, gut bemuskeltem Körper, greifvogelartigem Kopf und knapper Befiederung. Dem Züchter gegenüber zutraulich aber gegenseitig ziemlich kampflustig.

Rassemerkmale Hahn:

Gewicht des Hahns: 2,1 bis 2,6 kg
Rumpf: oval rund; stark bemuskelt, breit von der Schulter bis an die Schenkel, danach schmaler, stark aufgerichtete und etwas nach vorne geneigte Körperhaltung
Hals: ziemlich lang und dick, nach oben zu etwas gebogen; der Behang ziemlich gut entwickelt und bis auf die Schultern reichend
Rücken: ziemlich lang; flach, gerade abfallend
Schultern: breit , eckig, hoch angesetzt und hervortretend 
Flügel: ziemlich lang; gut geschlossen, fest anliegend, Bug hervortretend, die Flügelgelenke fast unbefiedert Flügelrose.
Sattel: den Übergang zum Schwanz gut abdeckend
Schwanz: ziemlich lang, einigermaßen geöffnet und abfallend getragen. Die Sicheln sind ziemlich entwickelt und decken die Steuerfedern völlig ab
Brust: breit, sehr gut bemuskelt, ziemlich hoch getragen, das Brustbein unbefiedert, so dass die nackte Haut sichtbar ist
Bauch: wenig entwickelt
Kopf: mittelgroß, etwas länglich
Gesicht: unbefiedert, mit etwas überstehenden Augenbrauen; satt rot
Kamm: dreireihiger, mittelgroßer, fest aufsitzender Erbsenkamm
Kehllappen: nur angedeutet, jedoch gut entwickelte satt rote Kehlwamme
Ohrlappen: ovalrund; klein; rot
Augen: groß; ein wenig tiefliegend; von lebendigem Ausdruck, perlweiß, bei Jungtieren hell orange gestattet
Schnabel: kurz; stark, wenig gebogen; gelb mit dunkel hornfarbigem Anflug 
Schenkel: ziemlich lang; rund; gut bemuskelt; im Fersengelenk leicht gewinkelt
Läufe: ziemlich lang; nicht so breit gestellt; rund; versehen mit drei Reihen Schuppen. Gelb, dunkler Anflug besonders bei der Henne gestattet
Zehen: gut gespreizt; gelb, mit kräftigen, gut gebogenen, weiß bis hellhornfarbigen Krallen.
Gefieder: hart und knapp, gut anliegend, sehr wenig Flaumentwicklung

Rassemerkmale Henne:

Gewicht der Henne: 1,7 bis 2,1 kg
Bis auf die geschlechtsbedingten Unterschiede wie beim Hahn mit der Ausnahme, dass der Rumpf weniger bemuskelt und länger und der Bauch mehr entwickelt ist.

Farbenschläge: Schwarz; sattes, glänzendes Schwarz
Grobe Fehler: Zu kräftiger, grober Körperbau; zu wenig muskulöser Körper; waagerechte Haltung; kurzer Hals; zu tiefer oder zu hoher Stand; zu hoch getragener Schwanz; auf dem Rücken aufliegende Flügel; zu kurzer, grober Kopf; zu große Kehllappen; zu lose Befiederung; rote oder andersfarbige Federn.

Bruteier-Mindestgewicht: 50g, Schalenfarbe: bräunlich bis cremefarbig

Von der Europaorganisation als seltene, besonders zu fördernde Rasse eingestuft!

Zuchtwart: Hermann Wenner, Im Waterkamp 85, 33334 Gütersloh
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