Pfälzer Kampfhühner

Die bei der Erzüchtung zugrunde liegende Idee war die Erhaltung der rassigen Erscheinung des kupierten Modernen Englischen Kämpfers vor dem Hintergrund des gesetzlichen Kupierverbotes. Während viele noch darüber diskutierten, wie das Kupierverbot möglicherweise zu kippen wäre, hatte Gottfried Ahlendorf früh erkannt, dass man nur auf züchterischem Wege das Schönheitsideal des kupierten Modernen Englischen Kämpfers würde erhalten können. Zuchtziel war folgerichtig die Erzüchtung eines möglichst ähnlichen Huhnes mit kleinem, dreireihigem Erbsenkamm. Wegen verschiedener Umstände wurden die Modernen Englischen Kämpfer, erbsenkämmig erst nach der Umbenennung in Pfälzer Kampfhühner 1998 durch den BZA anerkannt. In der Zwischenzeit man hat sich auf Ausstellungen an den Anblick von unkupierten Modernen Englischen Kämpfern gewöhnt. Erstaunlicherweise und entgegen aller Befürchtungen boomt die Rasse regelrecht in Bezug auf Austellungszahlen und Qualität. Wer allerdings die Schönheit und Rassigkeit des kupierten Kämpfers vermisst, hat mit den Pfälzer Kampfhühnern eine wirklich empfehlenswerte Alternative. Der Pfälzer Kämpfer gleicht bis auf zwei Unterschiede im Wesentlichen den Modernen Englischen Kämpfern. Das ist zum einen natürlich der kleine, dreireihige Erbsenkamm, zum anderen die leicht gebogene Rückenlinie. Dabei liegt die Betonung auf "leicht". Der Pfälzer ist kein erbsenkämmiger Malaie. Deswegen muss auch der Flügelhaltung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die relativ kurzen Flügen werden hoch getragen und liegen seitlich fest an. Tiere mit aufliegenden Flügeln sind keine typischen Vertreter der Rasse und entsprechen nicht unserer Vorstellung. In die Zucht werden nur Hähne mit typischem Erbsenkamm eingestellt. Bei den Zuchthennen sollten die drei Reihen des Erbsenkamms zumindest angedeutet sein. Ebenso wichtig ist das Beachten möglichst kleiner, kaum entwickelter Kehl- und Ohrlappen. Die Pfälzer Kampfhühner sind in den Farbschlägen goldhalsig und rotgesattelt anerkannt. Die Rasse erweist sich bei Zucht und Haltung als absolut problemlos. Auch die Legeleistung ist vergleichsweise sehr gut und kann mit vielen anderen Rassen (auch Nicht-Kampfhühnern) leicht mithalten.

Ausführlichere Texte zum Standard, zur Geschichte, Haltung und Zucht findet der interessierte Leser im Internet unter www.pfaelzer-kampfhuehner.de

Peter Schittko und Gottfried Ahlendorf

Zuchtwart: Peter Schittko, Raiffeisenstr. 50, 55491 Büchenbeuren 
Tel.-Nr.: 06543/980732, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!