Asil

Der Ursprung dieser Rasse liegt auf dem indischem Subkontinent und sie sind in Pakistan genau so verbreitet wie in Indien.
Wenn man dem „Manusriti“, einem 3500 Jahre altem, indischen Schriftstück, glauben darf, wird schon seit über dreieinhalb Jahrtausenden Hahnenkampf in dieser Region betrieben.
Somit sind die Asil wohl die älteste Kampfhuhnrasse der Welt.
Der Name Asil entspringt dem arabischem und bedeutet in etwa „rein, edel, von hohem Blut“. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Tiere der Legende nach nur dem Adel zur Verfügung standen.
In Deutschland gibt es drei Asiltypen, den Rajah Typ der im Standard Asil genannt wird, den Madras und die Malaien.
Unsere Asil stammen aus Nordindien und ähnelt dem indischem Reza und Rajah Murgh Typus.

Der Asil ist ein Kämpfer wie er im Buche steht. Aufrecht stehend mit abfallender Rückenlinie, bei dem der Schwanz nach Möglichkeit der Rückenlinie folgen sollte. Ein kleiner Schwanzwinkel stört aber nicht das Gesamtbild.
Das Gefieder ist knapp und hart, es liegt fest an und nicht selten sieht man auch bei Ausstellungstieren gebrochene Federn, diese sollten aber nicht negativ in die Bewertung einfließen, zeigen sie doch ein deutliches Rassemerkmal.
Ein kurzer, breiter Schädel mit fest eingebautem, raubvogelartigem Schnabel und kräftigen Beissbacken bilden den markanten Kopf unserer Asil. Gekrönt wird er von einem angedeuteten, fest anliegenden Erbsenkamm. Kehllappen sind zwar angedeutet erlaubt, doch sollten hier Tiere ohne bevorzugt werden. Generell sollte das Gesicht trocken und mit borstigen Federn besetzt sein. Der kräftige Hals ist im Genick abgesetzt. Das Halsgefieder sollte nie auf den Schultern aufliegen.
Die Flügel werden anliegend getragen, dienen sie doch als Schutz für den Körper. Die Schultern sollten markant sein, aber nicht so hervortreten wie bei den Shamos. Der muskulöse Körper sollte sich in der Hand wie ein Ziegelstein anfühlen, breit, hart und kantig mit einem flachen Bauch und geradem Rücken. Getragen wird dieser von mittelhohen Läufen und breitem Stand. Die Läufe sind eckig und grobschuppig und gehen in feste, ausgeprägte Schenkel über. 

Wie alle asiatischen Kampfhühner braucht ein Asil gut 2 Jahre um voll ausgreift zu sein. Zwar bekommt man einen Asil auch in 6 Monaten Ausstellungsreif, doch kann man erst im Alter die Qualität eines Vogels wirklich bestimmen.

Wer sich an diese tolle und geschichtsträchtige Rasse heran wagt, sollte die gleichen Merkmal mitbringen wie die Asil: Hartnäckigkeit und Ausdauer!

Farbschläge: rotbunt, gelbbunt, wildfarbig, fasanenbraun, gold-weizenfarbig, rotgesattelt, schwarz-weißgescheckt, weiß, blau, blau-rotbunt, blau-silberhalsig

Viel Erfolg und gut Zucht!

Dirk Böing
Zuchtwart der Asil
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